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Einfach zum perfekten Hautton als Pigmentmischung

Vor dem Kosmetikregal die perfekte Puder- oder Make-up Farbe zu finden ist manchmal eine echte Herausforderung. Hunderte Nuancen, aber die Richtige ist nie dabei. Zu hell, zu dunke, zu rot, zu gelb... und wenn man endlich die richtige Farbe hat, ist es Sommer und die Haut hat einen anderen Ton oder der Hersteller führt die Farbe nicht mehr.

 

Den eigenen Hautton selbst zu mischen ist dabei gar nicht so schwer. Aus den Mattpigmenten Ocker, Rotbraun, Dunkelbraun und Titandioxid kann man, mit etwas Übung, schnell die perfekte Farbe mischen. Und für all die, die noch einfacher zum Ziel kommen wollen, bieten wir hier fertige Basismischungen in sechs Nuancen an, die nach belieben stufenlos aufgehellt werden können.

 

Wie einfach das ist, zeige ich hier:


Und das braucht es dafür:

Pigmentmischung nach Wahl.

Ich nehme hier "Neutral".

Titandioxid



Ausserdem: Einen Blatt Backpapier und ein Malmesser - alternativ gehen auch ein Mörser oder ein Glas mit Schraubverschluss zum verschütteln, Messlöffel (hier: TL und 1 / 2.5 ml Messlöffel)


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Das Backpapier klebe ich mir an den Seiten auf meine Arbeitsfläche, damit es später, beim Mischen der Pigmente nicht verrutscht. Malmesser (rechts), Messlöffel und die Pigmente liegen bereit.

 


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So sieht die "unverdünnte" Pigmentmischung auf meiner Haut aus - wie man sieht, deutlich zu dunkel. Getestet wird die Farbe immer im unteren Bereich der Wange, am Übergang vom Gesicht zum Hals. So werden später unschöne "Nähte" vermieden.   


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Um auf den perfekten Hautton zu kommen, muss die Pigmentmischung aufgehellt werden. Ich beginne hier mit einem TL Titandioxid (weiss) und einem kleinen Messlöffel (1 ml / kurz kML) der Pigmentmischung. Wer mag, kann die Pigmente auch mit einer Feinwaage abwiegen, da es hier aber auf das Verhältnis der beiden Farben ankommt, ist dies nicht zwingend nötig. Wichtig ist aber, mitzuschreiben, wie viel vom jeweiligen Pigment verwendet wird.

 

Stand: 1 kMSL / 1 TL


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Die Pigmente werden nun auf dem Papier mit Hilfe des Malmessers kräftig verrieben. Hier sind noch einzelne Farbklumpen zu erkennen. Alternativ können die Pigmente auch in einem Mörser verrieben werden oder in einem Schraubglas verschüttelt werden (dauert lange). Für grössere Mengen ist eine elektrische Kaffeemühle hilfreich.


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Sind die Pigmente gut vermischt, entsteht ein einheitlicher Farbton. Durch die lose Struktur des Puders, wirkt die Farbe meist dunkler. Darum ist es wichtig, zwischendurch immer wieder zu testen.


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Für einen schnellen Check, reicht auch die Arminnenseite. Die Mischung ist deutlich zu hell.

 

Tip: Da ich eine sehr helle Haut habe ist es für mich einfacher und sparsamer von hell zu dunkel zu mischen. Ich würde deutlich mehr weisses Pigment benötigen um einen zu dunklen Ton wieder aufzuhellen, als einen hellen Ton abzudunklen.


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Ich füge einen weiteren kleinen Messlöffel der Pigmentmischung zu und verreibe diese wieder.

 

Stand: 2 kMSL / 1 TL

Natürlich könnt ihr auch in grösseren Sprüngen arbeiten. Für dieses Beispiel möchte ich aber gerne die Entwicklung der Farbe zeigen.


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Der Farbton ist noch immer deutlich zu hell. Ich füge einen 3. kleinen Messlöffel hinzu.

 

Tip: Um die Farbe besser einschätzen zu können, trage ich das Puder einmal pur auf und einmal mit etwas Tagescreme verrührt.


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Langsam gleicht sich die Pigmentmischung an...

 

Stand: 3 kMSL / 1 TL


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Zeit für einen Test am Halsübergang.

Noch immer zu hell, aber man sieht aber eine Entwicklung in die richtige Richtung.


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Ein weiterer Messlöffel der Pigmentmischung kommt dazu.

 

Stand: 4 kMSL / 1 TL


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Langsam... noch ein Messlöffel.


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Letzter Test ... sieht gut für mich aus.

 

Stand: 5 kMSL / 1 TL


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Noch einmal der Test am Halsübergang.

Hier jetzt einmal als Puder und vermischt mit Tagescreme.

Fast nicht zu sehen... also: PERFEKT!


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Und so sieht die individuelle Pigmentmischung für mich aus.

Auch hier wirkt alles deutlich dunkler, als es am Ende auf der Haut ist.


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In ein Döschen abgefüllt und trocken gelagert, ist eure Pigmentmischung mindestens 3 Jahre haltbar. Dadurch, dass wir hier reine Pigmente verwendet haben, ist sie zusätzlich sehr ergiebig.

Von dieser Mischung ausgehend, könnt Ihr jetzt Puder, Concealer, getönte Tagescreme usw. herstellen. Oder ihr benutzt sie direkt als Mineral Foundation.


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Jetzt nur noch beschriften und das Rezept notieren.

 

Beim nächsten Mal kann ich dann direkt die Mengen mischen.

 

Tip: Von dieser Mischung ausgehend kann man individuell auch Anpssungen für Sommer oder Winter vornehmen. Im Winter, wenn die Haut heller ist, nehmt ihr evtl. etwas (1/2 kML) weniger von der Pigmentmischung und im Sommer etwas mehr.


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Zum Schluss der Vergleich: links die originale Pigmentmischung "Neutral", rechts meine individuell aufgehellt Mischung.


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