Die Kursleiterin

Ich wurde 1977 in Potsdam (damals noch DDR) geboren und wuchs später in Dresden auf. Umgeben von Kunst und Kultur, inspiriert vom Improvisationsgeist der damaligen Zeit und einer in Handarbeit begabten Grossmutter fing ich schon in Kindertagen an zu Häkeln und zu Nähen. Nach der Schule wurde daraus ein Beruf. Nach Schneiderlehre und Modedesign-Studium in Schneeberg (D) und Zürich (CH) folgten einige Jahre in der Bekleidungsindustrie als Designer, Techniker und Näherin. Die letzten 10 Jahre wechselte ich zur Grafik und arbeitete unter anderem an über 50 Kinder- und Familienspielen.


Wer seine Hobbys zum Beruf macht, braucht irgendwann neue Hobbys und so kamen im hauseigenen Bastelkeller zu Nähmaschine, Stoffen, Wolle und Häkelnadeln noch ein Glasbrenner, eine Staffelei und eine Strickmaschine, sowie unzählige Döschen und Fläschchen mit Pigmenten und Ölen dazu.

Während meiner Schwangerschaft und nach der Geburt meines Sohnes wurde mir dieser «Schatz» an handwerklichen Fähigkeiten mehr und mehr bewusst. Süsse Babykleider zu nähen verkürzte mir nicht nur die Zeit bis zur Geburt, es gab mir auch die Möglichkeit meinen «Nestbautrieb» voll auszukosten. Und mein Sohn macht seine Mama immer wieder stolz, wenn er für seine tollen Kleider bestaunt wird.

Die Angst um die Frage: «Was ist eigentlich in den Pflegeprodukten drin, die ich täglich benutze, und können sie meinem Baby schaden?» brachte mich gleichzeitig dazu, mich mit selbstgemachter Kosmetik zu beschäftigen. Und siehe da: Es war viel einfacher als gedacht, praktisch alles selber herzustellen. Ohne Angst vor Schadstoffen und gleichzeitig ohne auf etwas verzichten zu müssen. Ganz im Gegenteil: mit eigenen modernen Rezepten ist es sogar möglich den verrücktesten Trends ohne Reue zu folgen.

 

Kristin Hutschenreuther